Was ist die Milchstraße?

Die Milchstra√üe erscheint an einem dunklen Nachthimmel ohne Lichtverschmutzung als milchiges Band, dass sich quer √ľber den Himmel zieht. Bei n√§herem Hinsehen z.B. mit einem Fernglas oder Teleskop l√∂st sich der ‚Äěmilchige‚Äú Eindruck in unz√§hlige Sterne auf. Der Umstand, dass es sich bei dem milchigen Band am Himmel um einen Bereich handelt, der sehr viel schmaler als lang ist, zeigt uns, dass der Bereich hoher Sternendichte im Raum ein scheibenf√∂rmiges Gebilde sein muss. Tats√§chlich ist die Milchstra√üe unsere Heimatgalaxie die ca. 200 Milliarden Sterne umfasst und ca. 200.000 Lichtjahre im Durchmesser aufweist. Sie beherbergt im Zentrum ein Schwarzes Loch mit ca. 4,3 Millionen Sonnenmassen und  wird von mehreren kleinen, von Gezeitenkr√§ften unregelm√§√üig verformten Galaxien umkreist, von denen die Gro√üe und Kleine Magellanische Wolke wohl am bekanntesten sind. Die Milchstra√üe bewegt sich auf die benachbarte Andromedagalaxie zu, die in Form und Gr√∂√üe der Milchstra√üe √§hnelt und mit ca. 2,5 Millionen Lichtjahren Entfernung zu den am weitesten von der Erde entfernten Objekten geh√∂rt, die mit blo√üem Auge an einem dunklen Himmel wahrnehmbar sind. Die Milchstra√üe wird in ca. 4 bis 10 Milliarden Jahren mit der Andromedagalaxie kollidieren. Aus der Vereinigung dieser beiden Spiralgalaxien mit scheibenf√∂rmigem Querschnitt wird dann eine Elliptische Galaxie hervorgehen. Das Universum enth√§lt mehrere hundert Milliarden Galaxien, die wie die W√§nde im Seifenschaum, riesige leere R√§ume umspannen. Jede Galaxie besteht ihrerseits aus hunderttausenden bis hunderten Milliarden Sternen. Nach neueren Untersuchungen beherbergt im Durchschnitt jeder Stern auch mindestens einen Planeten und etwa ein Viertel dieser Planeten befindet sich in der bewohnbaren Zone um den jeweiligen Heimatstern.

Einheitenerklärung:

1 Lichtjahr  ‚Čô ~9,46 Billionen Kilometer

1 Sonnenmasse ‚Čô ~1,99×1030 kg

Begriffserklärung:

Gezeitenkräfte: räumlich unterschiedlich starke Schwerkraftwirkung bei ausgedehnten Objekten in einem Schwerkraftfeld

Dr. Nico Schmedemann

Institut f√ľr Planetologie

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